Zu wenig Luft. Zu viele Schlösser.

Abends begann es zu reg­nen. Am nächs­ten Tag reg­nete es tagelang.

Sie sehen nicht, was sie sehen. Sie wol­len nur sehen, was gemeint ist, aber das hat der Regis­seur nicht gefilmt.
Julia Weber bewegt sich in ihrer Kunst zwi­schen (Druck-)Grafik, Street Art und Male­rei. Mit ein­fa­chen Tech­ni­ken wie dem Lin­ol­schnitt erzeugt sie Serien, die eigent­lich keine sind, denn jeder Druck ist durch kleine, sehr will­kom­mene Feh­ler ein­zig­ar­tig. Die Dru­cke wer­den durch Ein­rit­zen, Über­zeich­nen und ein­fär­ben mit Druck­wal­zen nach­be­ar­bei­tet und häu­fig mit kur­zen Tex­ten ergänzt. Die meist klein­for­ma­ti­gen Arbei­ten keh­ren das Innerste nach außen und befas­sen sich inhalt­lich mit Zustän­den am Rand von irgend­et­was, stets chan­gie­rend zwi­schen dem Lieb­äu­geln mit Sta­bi­li­tät und dem gefürch­te­ten weg­bre­chen des siche­ren Bodens.
Meine drei größ­ten Inter­es­sens­ge­biete sind Kunst, Spra­che und das ratio-emotionale Innen­le­ben des Men­schen als para­si­täre Lebens­form — zwi­schen die­sen drei Polen bewe­gen sich fol­ge­rich­tig meine Arbeiten.

Zitat: Julia Weber
Ein­schrän­kun­gen sind für mich ein gro­ßes Thema. Durch die Ver­wen­dung ein­fa­cher, oft bewußt feh­ler­haf­ter Tech­ni­ken nehme ich von vor­ne­her­ein den Anspruch und die Mög­lich­kei­ten von Gleich­för­mig­keit oder gar Per­fek­tion. Diese Beschnei­dung des Denk­ba­ren gibt mir einen siche­ren Rah­men, in dem ich krea­tiv sein kann, in dem ich fokus­siere, anstatt zu verallgemeinern.

Zitat: Julia Weber